Johann Georg Decker an Georg Christoph Lichtenberg
»Waarumm schättsDu bloß die olle Mattematiek=so?«: »Weil sie
secktn=los ist, mein Hertz. Da sind keine ‹Parteien›
möklich; und dem ‹Glauben› ist sein Platz angewiesn.«
Arno Schmidt: Kaff auch Mare Crisium
Wolgebohrner, hochgelehrter,
Sonders hochzuehrender HE. Professor,
Mein hochgeneigter HE. Vetter,
[…]
Weil ich nun gar schlecht in der Trigonometrie unterrichtet bin; so
bitte meinen Hochwehrtgeschäzten Herrn Vetter, Sie wollen Sich die
Mühe geben, und den Winckel x in der Figur des §i4, nach der Ihnen von GOTT
verliehenen Wissenschaft, genau bestimmen, und mir davon entweder
schrifftlich, oder auch, wenn es Ihre Geschäffte verstatten, auf
etlichen gedruckten Bogen Nachricht geben. Ich und die meinigen
empfelen Euere Wolgeb. der Gnade des HERRN, von
welchem alle Weisheit, insbesondere die zur Erlangung des ewigen
Lebens unentbehrliche lebendige Erkenntnis kommt, und beharre mit
aufrichtiger Hochachtung zu seyn
Meines sonders hochzuehrenden und hochbegabten Herrn Professors,
Auch hochgeneigten Herrn Vetters
Euerer Wohlgebohrnen
Dienst-beflissenster
Johann Georg Decker
unwürdiger Diener der Gemeinde Christi
Burggemünden
den 14ten Nov. 1771.
[Hervorhebungen vom Brief-Verfasser]
Mail an Martin Jucker
Zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2004