Springinsfeld antwortete / daß will ich
nicht läugnen; gleichwol aber ists gewis / das alle Wolthaten die ein Weib dem Mann
zuerzeigen plegt theur genug bezahlt werden müssen; ihre
allerbeste Arbeiten die sie verrichten /
verkindigen dem Mann eytel Kösten und beschwerliche Außgaben;
dardurch das jenig was der Mann mit Mühe und Arbeit erworben / zum öfftern unnützlich verschwendet wird;
hab ich ein Weib / so ist nichts
gewissers / als daß mir ein jede von
meinen Ducaten hinfort nit mehr als einen Thaler gilt; spinnet sie
mir und ihr ein Stück Tuech an Leib / so
mus ich Flachs / Woll und Weberlohn
bezahlen; soll sie mir was kochen / so
muß ich Speiß / Holtz / Saltz und Schmaltz sambt dem Kuchen-Geschirr
herbey schaffen; wolte sie mir bachen /
wer mus anders das Meel hergeben als eben ich? also auch / wer zahlt Holtz /
Saiff und Wäscherlohn / wann sie mir und
ihr das leinen Geräd säubern last? und wie gehts allererst / wann man mit einem Hauffen Kindern beladen
wird? welches ich zwar nit erfahren habe / aber auch nicht zuerfahrn begehre; wann
nemblich eins kranck: Das ander gesund: Das dritte faul: Das
vierte muthwillig: Das fünffte eselhafftig und das sechste sonst
widerspenstig / ungehorsamb und nichts
nutz ist?